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Ghab-Ebene, Hama, Syrien

Ghab-Ebene, Hama, Syrien · Foto: LBM1948 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons · Aufnahme 2001

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NaturRedaktionell geprüft

Ghab-Ebene

Ortsname auf Arabisch: سهل الغاب

اسم المكان

سهل الغاب

محافظة حماة – سوريا

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35.58700, 36.35600

Die Koordinaten sind die des Ortes im Atlas; der Eingang kann abweichen. Vor Ort nachfragen.

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Die Ghab-Ebene (arabisch Sahl al-Ghab, „Waldebene“) ist eine fruchtbare Senke am Orontes, überwiegend im Bezirk as-Suqailabiyya des Gouvernements Hama. Jahrhundertelang Sumpfland, wurde sie ab 1953 durch das Ghab-Projekt entwässert und ist heute eines der wichtigsten Agrargebiete Syriens.

Region oder Landschaft. Die Markierung zeigt einen Bezugspunkt, keine Grenze.

Landschaft

Die Ebene ist ein langgestrecktes, schmales Grabenbruchtal, das nach der deutschsprachigen Wikipedia zum nördlichen Ausläufer des Großen Afrikanischen Grabenbruchs gehört. Im Westen begrenzt sie das Ansariye-Gebirge, im Osten der Dschebel Zawiya, der Südteil des nordsyrischen Kalksteinmassivs. Der nordwärts fließende Orontes tritt bei Mhardeh, etwa 25 km nordwestlich von Hama, in die Ebene ein.

Die Maße weichen ab: Die englischsprachige Wikipedia nennt 63 km Länge und 12,1 km Breite, die deutschsprachige etwa 60 km und 10–15 km, die arabischsprachige 80 km und 10–15 km. Nordöstlich schließt sich die kleinere, landwirtschaftlich ertragreiche ar-Rudsch-Ebene westlich von Idlib an, in der viele antike Fundstätten liegen.[1][2][3]

Geschichte

Vor der Entwässerung war die Ghab Zentrum der Welsfischerei im Orontes-Tal. Nach der deutschsprachigen Wikipedia wurden schon in der Antike Deiche und Dämme gebaut, die das westliche Ende in Ackerland verwandelten. Das 1953 begonnene Ghab-Projekt umfasste Staustufen sowie Bewässerungs- und Entwässerungskanäle und schuf 41.000 Hektar zusätzliches Ackerland; 1968 war die Ebene vollständig trockengelegt und bot 11.000 Familien Land.

Der 1961 erbaute Damm von Mhardeh ist 40 m hoch und 200 m lang und fasst 65 Millionen m³. Der 1996 erbaute, 32 m hohe Zeyzoun-Damm (71 Millionen m³) brach im Juni 2002: 22 Menschen starben, über 2000 wurden vertrieben, und 80 km² flussabwärts wurden überflutet. Mit der Trockenlegung wurden Straßen und Bahnlinien möglich, und die Malaria ging zurück. In den 1980er-Jahren entstand über Beit Yaschut eine Straße zur Küste.[1][2][3]

Bedeutung

Nach der arabischsprachigen Wikipedia lebten 2010 etwa 325.000 Menschen in der Ebene, überwiegend von der Landwirtschaft. Angebaut werden Baumwolle, Zuckerrüben, Sonnenblumen, Weizen, Tabak und Gemüse; die Ebene gilt zudem als wichtiges Gebiet für Fisch- und Rinderzucht. Größere Orte sind as-Suqailabiyya und Salhab; am Rand liegen historische Burgen, vor allem die von Afamia.[1][2][3]

Zeitstrahl

  1. 1953

    Beginn des Ghab-Projekts zur Entwässerung und Bewässerung.[1][2]

  2. 1961

    Bau des Damms von Mhardeh.[1][2]

  3. 1968

    Ebene vollständig trockengelegt; Land für 11.000 Familien.[2]

  4. 1980er

    Straßenverbindung zur Küste über Beit Yaschut.[3]

  5. 1996

    Bau des Zeyzoun-Damms.[1][2]

  6. Juni 2002

    Bruch des Zeyzoun-Damms: 22 Tote, über 2000 Vertriebene, 80 km² überflutet.[1][2]

Dokumentierter Zustand

Aktueller Zustand nicht dokumentiert

Besuch

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Quellen (8)
  1. Wikipedia (en): Ghab Plain rev. 1362884528 · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
  2. Wikipedia (de): Ghab-Ebene rev. 259108104 · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
  3. Wikipedia (ar): سهل الغاب rev. 76940532 · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
  4. Wikidata · CC0 · 2026-10-30
  5. Wikipedia (es) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
  6. Wikipedia (nl) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
  7. Wikipedia (tr) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
  8. Wikipedia (zh) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
Redaktionell geprüft · Zuletzt geprüft: 2026-10-30. Feld für Feld anhand der zitierten Quellen geprüft (KI-gestützte Redaktion). Fachliche Abnahme ausstehend.
Maße widersprüchlich: 63 × 12,1 km (en), ca. 60 × 10–15 km (de), 80 × 10–15 km (ar) – alle genannt. Name en: Wikidata-Label „Al-Ghab plain“, en-Titel „Ghab Plain“ (verwendet). Ortsname Mhardeh/Muhradah/Mahardah je nach Quelle. Die ar-Angabe „Burg Simʿan“ am Rand der Ebene nicht übernommen (unklar). Bevölkerungszahl 2010 und Stammesnamen nur in ar; Stammesliste nicht übernommen. Keine Angaben zur Lage nach 2011 in den Quellen.

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