
Die Stadt Damaskus vom Qasiun aus gesehen, Syrien · Foto: JYB Devot · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons · Aufnahme 2010
Dschabal Qāsiyūn
Ortsname auf Arabisch: جبل قاسيون
Der Dschabal Qāsiyūn ist der rund 1150 m hohe Hausberg von Damaskus, von dem aus man die ganze Stadt überblickt. An seinem Fuß und seinen Hängen liegen Stadtviertel wie al-Muhadschirin und Rukn ad-Din; an den Hängen befinden sich Höhlen, die in religiösen Überlieferungen eine Rolle spielen.
Landschaft
Die englischsprachige Wikipedia nennt als höchsten Punkt 1151 m, die deutschsprachige 1150 m, die arabischsprachige „mehr als 1150 m“. Die arabische Fassung beschreibt den Berg als Ausläufer der westsyrischen Gebirgsketten. Der Name könnte im Syrischen „hart und trocken“ bedeuten, passend zum kahlen Felsberg ohne Gras und Wasser.
An den steilen Osthängen wächst in großer Höhe die endemische Iris damascena. Sie ist nicht formell geschützt und gilt als vom Aussterben bedroht; ein Teil ihres Lebensraums liegt jedoch in einem für Zivilisten gesperrten Militärgebiet nahe der Basis der Republikanischen Garde, und die Steilheit des Geländes verhindert Bebauung.[1][3]
Geschichte
Nach einer von der arabischsprachigen Wikipedia zitierten älteren Beschreibung lag an seinem Hang ein Friedhof der Frommen und ein großes Viertel mit Mausoleen, Konventen, Schulen, zwei Freitagsmoscheen, einem Krankenhaus und einem Markt; zuerst besiedelt hätten es Leute aus Jerusalem, die vor Saladins Eroberung ausgewandert seien. Städtische Bebauung erreichte den Berg nach derselben Quelle im 19. und 20. Jahrhundert.
Seit Beginn des Bürgerkriegs war der Berg stark von Regierungstruppen befestigt; die Armee legte ein Tunnelnetz als Garnison der Republikanischen Garde an und nutzte ihn als Stellung für Scharfschützen und Artillerie. Der Zugang war bis zum Ende der Assad-Herrschaft im Dezember 2024 eingeschränkt.[1][2][3]
Bedeutung
Auf dem Gipfel stehen Relaisstationen für Rundfunk und Telekommunikation; Restaurants und Cafés bieten Ausblicke über die Stadt. Am Südwesthang steht das Denkmal des Unbekannten Soldaten; die arabischsprachige Wikipedia nennt außerdem zwei historische Kuppeln, die Sternwarte Qubbat as-Sayyar auf dem Dschabal al-Dschank und die heute zerstörte Qubbat an-Nasr.
Die bekannteste Stätte ist die Blutgrotte (Maghārat ad-Dam): Nach der Legende wohnte hier Adam, und mittelalterliche arabische Geschichtswerke nennen sie den Ort, an dem Kain Abel erschlug. In Dürrezeiten stiegen die Herrscher von Damaskus zum Regengebet hinauf; eine kleine Moschee über der Grotte birgt die Gebetsnischen der vierzig Heiligen (Abdāl). Weiter unten lag die Hungergrotte, heute von Häusern verdeckt, und an anderer Flanke eine Höhle, die als die der Siebenschläfer gilt – ein Anspruch, den die Quellen als zweifelhaft bezeichnen.[1][2][3]
Zeitstrahl
Galerie
Dokumentierter Zustand
Aktueller Zustand nicht dokumentiert
Besuch
Hinkommen & bleiben
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Medizinische Hilfe in der Nähe
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Quellen (15)
- Wikipedia (en): Mount Qasioun rev. 1369581345 · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
- Wikipedia (de): Dschabal Qāsiyūn rev. 240648603 · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
- Wikipedia (ar): جبل قاسيون rev. 77061726 · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
- Wikidata · CC0 · 2026-10-30
- Wikipedia (es) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
- Wikipedia (fa) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
- Wikipedia (fr) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
- Wikipedia (hi) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
- Wikipedia (id) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
- Wikipedia (ja) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
- Wikipedia (ru) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
- Wikipedia (tr) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
- Wikipedia (ur) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
- Wikipedia (zh) · CC BY-SA 4.0 · 2026-10-30
- OpenStreetMap · ODbL · 2026-10-30
Höhe 1151 m (en) / 1150 m (de) / >1150 m (ar). Beginn der militärischen Nutzung „vom Beginn des Bürgerkriegs an“ (en) – Jahr 2011 abgeleitet, nicht wörtlich belegt. Nicht übernommen: Die de-Wikipedia schreibt, die UN-Untersuchung der Ghuta-Giftgasangriffe vom August 2013 lege einen Abschuss von diesem Berg nahe; dies sollte vor einer Aufnahme am UN-Bericht selbst geprüft werden. Ebenfalls nicht übernommen: Behauptung, Tunnel führten zum Präsidentenpalast („said to“). Das historische Zitat in ar stammt aus einem nicht genannten älteren Werk; Datierung offen. Der Zustand der Qubbat an-Nasr („heute zerstört“) ist undatiert. Kain-Abel-Legende: de nennt das Abel-Mausoleum im Barada-Tal (in Q12250549 verwendet).